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Reiseberichte von unterwegs

Ich hab das Reiseberichtskonzept jetzt mal ueber den Haufen geworfen und schreibe nicht mehr etappenweise, sondern direkt zu einzelnen Ereignissen (vielleicht lassen dann die Aktualisierungen auch nicht mehr so lang auf sich warten) ;)


2009-04-22   -   Webseite umgebaut

Ich hab mal wieder fleissig an der Webseite gebaut und alles überarbeitet.

2009-04-09   -   Planaenderung ;)

Hallo an alle!

leider muss ich wiedermal eine Planaenderung verkuenden!
Aus dringendem familiaeren Anlass muss ich erstmal fuer ein paar wochen nach Berlin kommen. Somit werde ich heute abend mit Sack und Pack in den Flieger steigen und morgen mittag ankommen.

Allerdings soll das nicht das Ende der Reise sein! Meine Mutter hat mir schon versprochen, das sie mich nach spaetestens drei Wochen wieder verjagen wird! ;)

Ich bin mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob es dann wie geplant weiter nach Basilien geht oder ob ich nach Asien starte. Lassen wir uns mal ueberraschen :D

Liebe Gruesse, Chris

2009-03-30   -   Hauptquartier meldet:

Lt. SMS ist Chris in Sukuta/Gambia und er macht sich jetzt auf den Weg nach Dakar/Senegal. In 4 Tagen will er dort sein, um den Sprung ueber den Atlantik zu wagen :-).

Sorry, Homebase hat sich zu blöd angestellt, um das Datum richtig einzutragen.

Hab schon alles berichtigt! ;) Chris

2009-03-21   -   und schon in Gambia

Also, hier ist erstmal nur eine kleine Info, dass ich mittlerweile nicht mehr in der Westsahara bin, sondern dank der Rallye Dresden-Dakar-Banjul schon in Gambia rumreise. Ich bin mit der Truppe dann doch noch bis Banjul gefahren und nicht in St. Louis ausgestiegen. Ich wollte mich irgendwie doch nicht so schnell trennen und hab somit sogar noch ein Land mehr auf meiner Liste. ;)

Ich werd demnächst noch einen ganz ausfuehrlichen Bericht schreiben, aber jetzt soll es erstmal reichen.

Ich freu mich jedenfalls hier zu sein. :)

2009-03-01   -   Dakhla-Festival und die naechste Planaenderung

Ich bin mittlerweile seit 2 Monaten hier in Dakhla und hab nun nach Ueberwindung meines Tiefs, entschieden die alte Planaenderung ueber den Haufen zu werfen und zum urspruenglichen Plan zurueckzukehren. Also gehts mit dem Fahrrad und nicht dem Auto weiter. Durch Mauretanien geht es aber wahrscheinlich dann doch im Laderaum irgend eines deutschen Kleinbusses der im Zuge der Rallye Dresden-Banjul hier vorbeikommen wird. Warten wir es aber erstmal ab. Mehr ueber die Rallye unter:
www.rallye-dresden-dakar-banjul.com

Nebenbei ist hier derzeit in Dakhla auch noch die Hoelle los! Das weit und breit groesste Festival ist im Gange! Nagut, man bedenke, dass im Umkreis von 1000 km auch keine weitere Stadt zu finden ist. ;) Aber egal! Aus allen Loechern sind sie gekommen um in Dakhla zu feiern. :) Es gibt jede Menge arabische Musik, Surf- und Jetskiwettkaempfe und Kamel- und Pferderennen. :)
mehr unter: www.dakhla-festival.com

2009-02-02   -   Planaenderung

Wie der Titel ja schon sagt, hat sich in meiner Reiseplanung einiges geaendert. Ich bin ja vor einiger Zeit (einem Monat) hier allein in Dakhla angekommen und hatte viel Zeit zum Ueberlegen und Leute kennen lernen. Und mir ist aufgefallen, dass ich einiges auf der bisherigen Reise vermisst habe und etwas aendern moechte. Nicht nur gehetzt durch die Landschaft radeln, sondern auch einfach mal fuer eine Woche irgendwo in der Wueste campieren (Mit Fahrrad recht schwer zu bewerkstelligen).
Aus diesem Grund habe ich beschlossen, zu versuchen, mir ein preiswertes Auto zu besorgen. Das Fahrrad soll natuerlich weiterhin mitkommen, aber mich erstmal nur auf Ein- oder Zweitagestouren begleiten. Bei dieser Art der Fortbewegung will ich nun erstmal Afrika erkunden und anschliessend nach Asien uebersetzen. Eine Seereise waere natuerlich immer noch mein Traum, aber zur Not wuerde es auch ein Flugzeug tun. Denn das Auto soll nicht mitkommen. Ich werde es nach getaner Reise wieder in Afrika verkaufen und die Rueckreise durch Asien mit dem Rad antreten :)
Wie der aufmerksame Leser nun bemerkt hat, bleibt dabei Amerika ganz auf der Strecke und kann auf spaeteren Reisen weiter erkundet werden :)

Liebe Gruesse von der Urlaubsfront,
euer Chris ;)

2009-01-21   -   Webseite umgebaut ;)

Seit 21.1. war an dieser Stelle nur ein "Testbericht", der nun endlich (24.2.) in einen mehr oder weniger richtigen Bericht umgewandelt wurde. ;) Was ist schon ein Monat Wartezeit, wenn man sich vorgenommen hat 2 Jahre zu Reisen. ;)
Ich will eigentlich nur erwaehnen, dass ich mir hier in Dakhla die Zeit genommen habe an meiner Webseite zu basteln und ein bisschen stolz auf mich und das Ergebnis bin. :)
Es gibt aber schon das naechste Webseitenprojekt:
www.ambience-of-dakhla.com ;)

Vielleicht finde ich irgendwann noch ein passendes Foto. :)

2008-12-29   -   Jake und Mike

Mensch war das heute ein Tag!!
Schon um 6 Uhr bin ich aufgestanden, um um 6:30 die Tankstelle zu verlassen, wo ich die letzte Nacht verbringen durfte. Im Stockdunkeln bin ich losgefahren mit dem Ziel heute noch bis Dakhla zu radeln. Haette ja auch fast geklappt. Ich lag gut in der Zeit! Hatte um 13 Uhr schon 100 km hinter mir und war noch fit. Doch dann, an dem Punkt wo die 100-km-Pause stattfinden sollte, stand ploetzlich ein alter Merzedes mit 2 Englaendern (Jake und Mike) am Strassenrand. Freundlich wie ich bin, hab ich natuerlich Hallo gesagt, nicht ahnend, dass mein Tagesziel somit nicht mehr zu schaffen sein wird. ;)
Kurze gemeinsame Tee- und Mittagspause und schon kam die Idee auf doch gemeinsam an der Steilkueste zu campen. :) Naja, so wichtig war mir das Tagesziel dann doch nicht mehr und ich lies mich auf einen sehr netten Abend mit Lagerfeuer und den entsprechenden Geschichten ein. :)
Am naechsten Tag haben mich die beiden freundlicher Weise sogar noch die letzten 65 km im Auto bis nach Dakhla mitgenommen. :)

2008-12-28   -   Danke fuer den Schal

Kurz bevor sich eine endloser Tag dem Ende zuneigte, traf ich am Strassenrand Mohammet. Er hatte mich kurz zuvor mit seinem kleinen Laster ueberholt und mich an den Strassenrand gewunken...
Er war sehr begeistert von der Reise, die ich hier mache und davon, dass ich nicht mit einem Wohnmobil oder so unterwegs bin. Ein kleiner Plausch im Englisch-Franzoesisch-Arabisch-Mix und ein Foto spaeter, schenkt er mir ploetzlich einen sahrauischen Schal ... Wow, Danke, wieso und warum und herzlichen Dank! :) ...
Somit bin ich nun stolzer Besitzer eines fuer die Westsahara typischen Schals. Dieser begleitet mich jetzt schon seit einer ganzen Weile und haelt mich nachts schoen warm. Tagsueber vertrau ich aber immernoch lieber auf mein weisses Kopftuch aus Guelmim. ;)

2008-12-27   -   Regen in Boujdour

Ist denn das die Moeglichkeit!?
Da bin ich einmal in der Wueste und dann regnet es!!! ;)
Nagut, ist ueberhaupt nicht schlimm! Der heutige Tag war sowieso als Entspannungstag geplant.

Ich wurde heute sogar zum Essen eingeladen. Ich war grad, unschuldig und freundlich dreinschauend, unterwegs, um was essbares aufzutreiben - mir schwebte Kartoffelbrei mit Gemuese vor - als mich der Besitzer eines Gemueseladens zum Essen mit seinen Angestellten eingeladen hat. :)
Ich bin in den Laden gekommen und wurde sofort eingeladen! Keine Diskussion, ich sollte mitessen. :)
Was fuer ein schoener Zufall gepaart mit wahnsinns Gastfreundlichkeit zur Mittagszeit! :)

2008-12-23   -   Laayoune

Nach einem super anstrengenden Tag habe ich heute nicht nur die Westsahara, sondern auch gleich noch die Hauptstadt der Westsahara erreicht.

Ich geh mal davon aus, dass die Polizeikontrollen jetzt auch noch häufiger vorkommen. Seit Tan-Tan gab es jeden Tag ein oder zwei Ausweisskontrollen. Doch auch wenn diese Kontrollen fuer Autotouristen eher nervig sind, waren es fuer mich immer sehr willkommene Pausen mit durchwegs freundlichen Polizisten.

2008-12-21   -   Ab jetzt gehts allein weiter!

Der Tag begann leider mit einer unschoenen Entscheidung! Da Micha schon seit ein paar Tagen gesundheitliche Probleme hatte, entschied er sich heute per Taxi nach Agadir zu einem deutschsprachigen Arzt zu fahren. Ich hab es zwar nicht mehr mit anschauen koennen, aber das Fahrrad hat er irgendwie auch in den 20 Jahre alten Merzedes reingezwaengt.

Wie der Titel schon sagt, ging es somit fuer mich alleine weiter in Richtung Sueden. Ich werde dann in Dakhla in der Sonne liegen und auf Micha warten. :)

Tagsueber ging es, wie in den naechsten Tagen noch sehr oft, durch recht monotone Wuestenlandschaften, die immer wieder durch beeindruckende Salzpfannen oder trockene Canyons unterbrochen wurden. Gluecklicherweise verlaeuft die Strasse recht nah an der Steilkueste. So hat man zumindest immer ein schoenen Pausenplatz sicher. Im Abendgrauen habe ich dann eine super Stelle zum Zelten gefunden und wie man sieht, fuehlt sich mein Zelt auch allein zwischen den Sandduenen recht wohl.

2008-12-20   -   Unser erster kleiner Sandsturm

Fuer heute war nur eine kleine Etappe angesagt, weil die naechste Stadt viel zu weit weg ist, um sie von Tan-Tan in einem Tag zu erreichen (zumindest laut unserer Karte). Dies kommt uns beiden allerdings sehr gelegen und so sind wir mit sehr sandigem Rueckenwind nur ein kurzes Stueck durch die Wueste geheitzt. Die Reisegeschwindigkeit lag heute auf ebener Strecke zwischen 30 km/h und 35 km/h und stieg auf der letzten steilen Abfahrt (meiner Reise in Afrika) bis ueber das Doppelte. Somit gibt es einen neuen Geschwindigkeitsrekord mit 78 km/h!! :)

2008-12-19   -   Guelmim - das Tor der Wueste

Guelmim wird auch das "Tor der Sahara" genannt und das hat sich auch schon bald bewahrheitet. Am 19. Dezember ging es dann los in die Wueste und bald wurde die Landschaft immer trockener und lebensfeindlicher.
Um das Wuestenoutfit zu vervollstaendigen habe ich mir ein paar Tage zuvor auf dem Markt auch noch ein weisses Tuch gekauft und es zu einem netten Kopftuch verwandelt. Jetzt seh ich zumindest von weitem aus wie ein Wuestenbewohner. ;)
Auf dem heutigen Weg nach Tan-Tan haben wir immer wieder Leute gesehen, die irgendwo durch die Gegend gestapft sind und uns gewundert, wo die wohl hinwollen. Und wir dachten in der Wueste gibt es kein Leben. :D

2008-12-12   -   Agadir und das Phaenomen

Agadir, die Touristenhochburg schlechthin, bot uns mal wieder die Option einen richtigen Supermarkt zu besuchen. :) Ich fuer meinen Teil deckte mich daher auch gleich erstmal mit 1,7 kg Suessigkeiten ein. Die kleinen Strassenstaende und Minimaerkte bieten leider nur Leckereien, die entweder schon lange ueber ihrer Verfallsgrenze sind oder schlicht und ergreifend nicht schmecken. Also mir zumindest nicht. ;) Und in der Westsahara ist nicht mehr mit Supermaerkten zu rechnen! ;) An diesen Konsumtempeln gibt es allerding eine Parkregel zu befolgen. Niemals einfach so mit seinem Fahrrad vor der Tuer parken!! Sonst kommt 2 Minuten spaeter ein Wachmann um die Ecke und erklaert, dass man hier nicht parken darf. Warum auch immer? Mmm... na dann eben bei den Autos. Somit hatte heute jedes Fahrrad seine eigene Parkluecke. ;)

2008-12-11   -   Surferparadies

Auf unserem Weg von Essaouira nach Agadir sind wir abends, auf der Suche nach einem moeglichen Schlafplatz, einfach eine kleine Strasse in Richtung Strand und dem "Abgrund von Agadir" gefahren. Diesen Abgrund, den uns unsere Landkarte als besonders sehenswert angekuendigt hat, haben wir zwar leider nicht gefunden, dafuer sind wir aber in einem kleinen verschlafenen Nest direkt am Strand angekommen. Auf der Strasse haben wir dann gleich mal Marton kennen gelernt, als er gerade im Wetsuit, Badeschlappen und mit Bord unterm Arm zu seinem Hotel stapfte. Kurzer Hand haben wir auch dort eingecheckt und zwei recht chillige Abende verbracht. Wir haben es uns natuerlich am naechsten Tag auch nicht nehmen lassen selber in die Fluten zu springen und unser Surfkoennen zur Schau gestellt... Puh, waren wir froh, dass wir es ueberhaupt mal hinbekommen haben aufzustehen beim Surfen. ;) Am naechsten Tag war der Muskelkater vorprogrammiert. ;)

2008-12-09   -   Essaouira

Die Pause hier haben wir gleich mal ganz sinnvoll fuer die Pflege unserer Fahrraeder genutzt. Im Zuge dessen habe ich meinem Rad jetzt neue, aus Almerie (Spanien) mitgebrachte, und "offroad"-tauglichere Fahrradmaentel aufgezogen. Jetzt kann es also in die Wueste gehen. :) Im Hintergrund sieht man noch unser wirklich schoenes Ferienarpartment (fuer nur 150 DH pro Nacht). :)

2008-12-08   -   Essaouira

Uns wurde Essaouira im Vorfeld schon oefter empfohlen und wir waren ein bisschen gespannt drauf, wie es uns wohl gefallen wuerde. Also zugegebener Massen ist es schon ganz nett hier, aber wir haben bisher noch keinen Platz in Marokko gesehen, an dem so viele Touristen rumlaufen. Schrecklich!! Nahezu jede zweite Person, die man so auf der Strasse sieht, ist ein Tourist. Davon mal abgesehen, scheint der Ort hier fuer seinen bluehenden Drogenhandel bekannt zu sein. Wir wurden am Tag bestimmt 25 mal ganz unauffaellig im vorbeigehen angesprochen, ob wir nicht vielleicht Hasch, Kokain oder Opium kaufen wollen. Das ist echt die Haerte hier. ;) Zusaetzlich dazu ist die Stadt dann auch noch ziemlich teuer.

2008-12-06   -   Nikolaus in Souira

Nachdem wir heute morgen die sehr angenehme Stadt Oualidia verlassen haben, planten wir eigentlich nur bis Safi zu fahren. Doch man kennt das ja, irgendwie kommt dann doch immer wieder alles anders als man denkt. Wir konnten uns nicht entscheiden, welchens Hotel wir nehmen sollten und liessen den Zufall entscheiden, indem wir sagten: "Beim naechsten Hotel halten wir an und checken ein, wenn es nicht zu teuer ist". Dummerweise kam dann aber nur noch ein riesiges Industrie- und Hafengebiet und so fuhren wir ohne eingekauft zu haben und ohne zu wissen, wo wir schlafen werden in den Sonnenuntergang. Es war bereits dunkel als wir in Souira ankamen und erstmal das wichtigste einkaufen konnten. Auf unser Suche nach einem Schlafplatz stellte sich heraus, dass es dort kein Hotel gibt und der Campingplatz wohl auch schon nicht mehr existiert (zumindest nicht im Winter). Wir fragten dann eine Familie, die noch im Garten rumhantierte nach einer moeglichen Campingstelle und wie sicher es dort waere. Nach einer Weile des Ueberlegens empfahlen sie uns den Strand in der Naehe der menschenleeren Strandpromenade. Als uns Walid, der Sohn zum Strand begleitete, redeten wir ein bisschen und zum Abschied lud er uns noch zum Abendessen ein. Wir sassen dann somit eine Stunde spaeter zu siebent am Abendbrottisch und quatschten munter auf englisch ueber unsere Reise, das Bildungssystem in Marokko, das Wetter und viele, viele andere Themen. Die Nacht durften wir dann natuerlich auch dort verbringen und wurden eingeladen, sie auch mal in Marrakesch zu besuchen. :) Da wir diese Reise wohl nicht mehr nach Marrakesch kommen werden, ist also schon fuer eine der folgenden Reisen ein moeglicher Zielort gegeben. ;)

2008-12-02   -   Bei Tarik in Casablanca

Auf dem Weg von Rabat nach Casablanca hatte uns wie so oft ein Auto angehupt, womit uns der Fahrer in den meisten Faellen sagen will, dass er es toll findet, was wir da machen (also Radfahren). Heute allerdings hiehlt das Auto auch noch an und der Fahrer stieg aus, um uns anzuhalten. Nachdem die Sprache geklaert war, auf der wir uns nun unterhalten, folgte ein kurzes Gespraech und Tarik, der Fahrer, lud uns zu sich nach Hause (Casablanca) ein. Wir erreichten Casablanca dann am naechsten Tag. Tarik zeigte uns erstmal das oeffentliche Badehaus und abends das Cafe, wo er sich immer mit seinen Freunden trifft. Also auch diesen Abend. Und so wurde dann ueberwiegend auf Englisch ueber alles Moegliche geplaudert. Unter anderem auch, dass es fuer Marokkaner ein grosses Problem sei, dass sie nicht Englisch sondern Franzoesisch als erste Fremdsprache lernen. Dies koennte ich natuerlich nur befuerworten! ;)

2008-12-01   -   Abschied von Rabat

Endlich geht es mal weiter. Aufgrund des schlechten Wetters haben wir hier in Rabat ja nun doch ein paar mehr Tage verbracht als eigentlich geplant waren. Doch der Wetterbericht hat uns fuer die folgenden Tage Sonne prognostiziert und so haben wir uns heute mal freiwillig dem regen entgegengeworfen. ;)

2008-11-28   -   Und nochmal Rabat

In unserem kleinen Hotel haben wir uebrigens Daniel, Politikwissenschaftler aus dem hannoveranischen Raum, der hier gerade an seiner Doktorarbeit schreibt, kennen gelernt. Da er hier in dem Hotel auch schon zur Stammkundschaft gehoert, ist es nicht verwunderlich, dass wir gestern Abend noch an der Rezeption mit Lassan (Nachtportier und ehemaliger marokkanischer Takewon-Do-Meister) zusammen gesessen und ein bisschen arabisch gelernt haben. :) Hier auch gleich mal meine kleine Vokabelliste von gestern Abend. Es ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass ich nicht fuer die Richtigkeit garantieren kann, oder? ;)

deutsch marokkanisch deutsch marokkanisch
1 (Eins) owahid klein / bisschen schuja
2 (Zwei) schusch gross / viel becher
3 (Drei) klaeta danke schukran
4 (Vier) raba bitte (als Antwort) la schukran ala oaschib
5 (Fuenf) ramsa Auf Wiedersehen bislama
6 (Sechs) sita Wie geht es dir? kifa heluk?
7 (Sieben) seba Es geht mir gut. ana beheier
8 (Acht) termaenia Wie gehts? lebes?
9 (Neun) tisha / zoeld alles OK ana lebes
10 (Zehn) aschra sei vorsichtig tala frask

Jetzt sollte ich wohl noch ein paar Worte zu Rabat ansich sagen, oder? Nagut! Also die Stadt ist echt angenehm und wir koennten hier wohl auch ein bisschen haengen bleiben. Die meisten Leute hier sind ausgesprochen freundlich und viel offener als ich es mir vorher gedacht haette. Jeder hat ja ein paar Vorurteile, die er mal irgendwann ablegen kann, richtig? So, wer mehr zu Rabat wissen will muss bei Wikipedia nachschauen. Ich muss jetzt leider gehen und mich auf die kommende Wuestenetappe freuen. ;)



2008-11-27   -   Rabat

So, wir haben jetzt 3 Naechte hier in Rabat verbracht und morgen solls weitergehen. Wie schon erwaehnt mussten wir ein Visum fuer Mauretanien organisieren. Theoretisch geht das angeblich wohl auch an der Grenze Westsahara/Mauretanien in Nouadhibou, aber die Berichte, die man so hoert sind wiederspruechlich und wir wollten nicht riskieren, nach Rabat zurueckgeschickt zu werden, um dort ein Visum zu beantragen. Abgesehen davon ist es ja sowieso fast schon eine Pflicht die Hauptstadt zu besuchen und wir konnten hier sehr nett ein paar Regentage ueberbruecken. Die Visagebuehr betrug 200 DH, was ungefaehr 18,50 Euro entspricht. Zur erfolgreichen Antragstellung waren ausserdem 2 Passbilder, eine Kopie des Reisepasses und das ausgefuellte Antragsformular noetig. Dieses Antragsformular hat uns ziemliche Schwierigkeiten bereitet, da es nur auf franzoesisch erhaeltlich ist und die zwei Beamten in der Antragstelle ueberaus genervt und unfreundlich waren. Fuer alle die es interessiert und die auch, so wie wir, nie Franzoesisch gelernt haben, gibt es hier mal das Antragformular zum Probeausfuellen. ;) ich bin gespannt, wer da auf Anhieb alles ausfuellen kann.

2008-11-24   -   Endlich in Rabat

Die letzte Nacht war der Wahnsinn ... Sie wird mittlerweile auch gern als "die Nacht des Grauens" bezeichnet. ;) Wir haben mal wieder abends keinen gescheiten Schlafplatz gefunden und uns in unserer Verzweiflung in eine tiefe Furche neben einem Schotterweg gelegt (Foto links). "Eigentlich recht gut" dachten wir uns. "Wind- und Sichtgeschuetzt! Besser gehts gar nicht in so einem Gebiet." Naja, dies hat sich jedenfalls als Irtum herausgestellt, als uns nachts ploetzlich eine Gruppe von ca. 10 Maennern (teilweise mit Knueppel bewaffnet) besucht hat. Wir lagen schon eingepackt in unsere Schlafsaecke als Micha auf einmal von oben angeleuchtet wurde. Unser Puls und Adrenalinspiegel stieg innerhalb kuerzester Zeit ins Grenzenlose. Beide schnappten wir uns unser Pfefferspray und warteten ab, was passiert. Sie kamen von allen Seiten auf uns zu und riefen immer wieder irgendwas unverstaendliches (auf franzoesisch). Wir sagten nur, dass wir nichts verstehe und das wir Deutsche (aleman) sind. In meinem Kopf liefen schon die schlimmsten Szenarien ab, als einer der Typen ploetzlich "Touristas" sagte und sich alles entspannte. Sie entschuldigten sich dann mehrmals bei uns und quatschten noch ein Weilchen mit uns (woher wir kommen und wo wir hin wollen). Scheinbar dachten sie, das wir irgendwelche Viehdiebe oder so sind und wollten nur ihr dorf beschuetzen. Es tat ihnen alles sehr leid. In dieser Nacht hatten wir dann noch ein zweites Mal Besuch (diesmal nicht ganz so schlimm) und dann fing es auch noch an zu regnen. :( Deswegen waren wir am naechsten Tag auch schon recht frueh unterwegs, haben es bis Kenitra geschafft und sind jetzt in Rabat um endlich mal ein paar Tage zu entspannen. ;) Sobald das Visum fertig und das schlechte Wetter vorbei ist, geht es dann weiter in Richtung Sueden. :)

2008-11-22   -   Fes

Kurz vor der Medina ueberredete uns dann ein Schlepper zu einem preiswerten Hotel in der Altstadt Und so verbrachten wir dort dann auch gleich 2 Naechte (5 Euro p.P und Nacht). Ich weiss zwar nicht, warum diese Stadt als die schoenste der drei Koenigsstaedte bezeichnet wird, aber interessant ist es auf jeden fall, wenn man duch die kleinen Gassen der Altstadt (Medina) laeuft und damit kaempft sich nicht zu verlaufen. Endlose Maerkte und ein Gewirr von angeblich ueber 9000 kleinen Wegen sind eine grosse Herausforderung fuer unseren inneren Kompas gewesen. Wir haben dann gleich noch ein Ersatzteil (aus Bronze) fuer Michas Kocher anfertigen lassen. Mal schauen, wie lang es haelt. Ach und die Gerbereien haben wir uns natuerlich auch angeschaut. Sieht man ja auf dem Foto. ;)

2008-11-20   -   Weg nach Fes

Wir haben uns vor ein paar Tagen entschieden das Visum fuer Mauretanien in Rabat zu beantragen und sind jetzt daher auf unserem Weg dorthin durch Fes gekommen. Vorne Weg aber erstmal noch eine kleine Geschichte zur letzten Nacht. Hier, im relativ dicht bewirtschafteten Gebiet zwischen Tasa und Fes gestaltet es sich teilweise recht schwer einen abendlichen Schlafplatz zu finden. So sind wir gestern bis in die Nacht hinein geradelt und haben ein windgeschuetztes und auch noch verstecktes Fleckchen gesucht. Leider recht erfolglos. Schlussendlich lagen wir ca. 30m neben der Hauptstrasse unter einem Baum und haben mehr schlecht als recht, mit den Taschen einen Windschutz aufgebaut. Der Untergrund war so uneben, dass wir schon im Morgengrauen abfahrbereit waren, um endlich Fes zu erreichen und damit auch mal wieder ein Hotel. ;)
Fes begrüßte uns mit einem recht schaebigen ersten Eindruck. Die ganze Vorstadt lag in einer dichten Rauchwolke, weil mal wieder professionel Muell verbrannt wurde, um ein paar Dampfbaeder zu beheizen, warmes Wasser zu erzeugen oder einfach nur um die Luft zu verpesten.

2008-11-15   -   Ab nach Afrika

Am Samstag den 15.November gings dann nach einigem Hin- und Herueberlegen endlich nach Afrika rueber. Weil wir genug von Spanien hatten sind wir gleich von Almeria rueber nach Melilla und nicht mehr bis Gibralta gefahren. Die 8 stuendige Ueberfahrt war mit 34 Euro sogar relativ preiswert. Schon auf der Faehre haben wir festgestellt, das weit und breit keine Touristen zu sehen sind. Melilla, das auf marokkanischer Seite liegende Nador und die ganze nordoestliche Ecke von Marokko ist halt kein Touristengebiet. Und schon gar nicht im Winter. In Nador goennten wir uns dann auch erstmal ein preiswertes Hotel um den "Kulturschock" auf uns wirken zu lassen. Schon der Grenzuebergang zeigte uns, dass Marokko ein bisschen anders tickt als Spanien oder ganz Europa. Ich moechte nicht sagen, dass es wahnsinnig dreckig war, aber eigentlich wuerde das den ersten Eindruck sehr gut beschreiben. ;) Man muss aber dazu sagen, dass diese Region ein paar Wochen zuvor von einem Jahrhundertunwetter heimgesucht wurde, bei dem viele Tote und Verschuettete zu beklagen waren.

2008-11-06   -   Bergbesteigung (zumindest fast)

Der heutige Tag stand unter dem Motto: "Wer nicht radeln will muss einen Berg besteigen" :) Schon von weitem hatte man den Berg gesehen, den sich Micha in den letzten Wochen als lohnendes Ziel herausgesucht hatte (ca. 1200m hoch). Da sich unsere Radellust heut in Grenzen hielt, beschlossen wir kurzer Hand den Bergausflug. Nach endloser Suche nach einer geeigneten Stelle, um den Bergrun zu beginnen, starteten wir erst so gegen 15:30 Uhr. Wir erreichten dann ca. 1,5 Stunden spaeter eine Art Joch bzw. Bergruecken und damit auch unseren Umkehrpunkt, da die Sonne sich gefaehrlich nahe dem Horizont naeherte. Alles in allem aber ein super Ausflug.

2008-11-05   -   Wiedersehen mit Micha und anschliessende Schluchterkundung

Am Mittwoch den 5. November war es dann mal wieder soweit. Micha uns ich haben uns nach ca. 4 Wochen in Calpe wiedergetroffen. Ich glaub wir haben uns beide recht doll darauf gefreut nicht mehr allein unterwegs zu sein. ;) Nach einem Plauderstuendchen auf der Parkbank gings dann fuer uns in eine nahe gelegene Schlucht mit anschliessender Schluchterkundung. ;)

2008-11-03   -   Valencia und mein Urlaub mit Kathi

Also, zu den 2 Wochen Urlaub werd ich mal nicht so viel schreiben, da es ja eigentlich nicht so ganz zur Radreise gehoerte. ;) Wir haben uns jedenfalls Valencia angeschaut und als wir genug von der Stadt hatten, haben wir uns ein Mietwaagen (Ford Fokus) genommen und sind die Kueste entlang nach Sueden gefahren. Unterwegs gab es so einige schoene Straende, Berge, Doerfer und jede Menge Natur zu sehen. In einem der Doerfchen, mit besonders schmalen Gassen, sind wir dann sogar einfach mit unserem Auto stecken geblieben. Tja, die Haeuser standen dicher als gedacht. :D Aber die Vollkasko hat alles abgedeckt. Sogar das schlechte Breitenschaetzvermoegen des Fahrers. ;)
Es war jedenfalls eine wunderschoene Radelpause ;)

2008-10-20   -   Riumar und der Weg nach Valencia

Bevor ich dann aber nun endgültig nach Valencia gefahren bin, stand noch ein Besuch des Rio-Ebro-Deltas auf dem Programm. Speziell in Riumar lernte ich dort eine ganze Reihe netter Deutscher (auf Erholungsurlaub an diesem abgeschiedenen Strand) kennen. Ebenso lernte ich dort auch unermesslich grosse Mücken- und Sandfliegenschwaerme kennen, die mich abends und morgens besuchten. Nach einem ersten Bad im Mittelmeer, dauerte es dann nur noch ein paar unspektakulaere Tage bis Valencia.
In Castellon hatte ich dann auch noch eine tolle Nacht. In der unerschuetterlichen Hoffnung in der letzten grossen Stadt vor Valenzia nochmal einen Tag Pause machen zu koennen und dort ein schoenes billiges Hotel zu finden bin ich dann schlussendlich abends beim "Cruz Roja" (dem Roten Kreuz) gelandet. Ich hatte die fixe Idee doch einfach mal zu versuchen kostenlos in einem Obdachlosenheim zu schlafen. Von einer brasilianischen Alkoholikerin hatte ich auch schon das Angebot die Nacht mit ihr zu verbringen. So ein grosszuegiges Angebot konnte ich aber natuerlich nicht annehmen! Dazumal der Alkoholgeruch schon im Freien unertraeglich war. ;)
Leider musste ich dann aber doch noch weiterfahren und hatte einige Stunden spaeter mein Zelt im Finstern in einer Orangenplantage aufgebaut.

2008-10-14   -   Geburtstag in Tortosa

Ich machte dann noch einen kleinen Umweg in die maurisch gepraegte und irrsinnig sympathische Stadt Tortosa und lernte dort im Internetcafé Khalid kennen. Er (der Kassenwart im Internetcafé) war selber erst vor 4 Monaten von Pakistan nach Spanien emigriert und versuchte, leider vergeblich, für mich eine Unterkunft zu organisieren. Er hat sich zwar schreckliche Sorgen gemacht, dass ich um 23:00 Uhr keinen sicheren Zeltplatz mehr finden würde, konnte mir aber nicht helfen. Aber was sollte schon schief gehen an meinem Geburtstag?.

2008-10-08   -   Spanien ich komme!!

Die trockene, karge Landschaft, die im spanischen Inland nun auf mich wartete, stand im krassen Kontrast zur feucht-waldigen Landschaft noerdlich der Pyrenaeen. Ich fuhr also durch eine scheinbar endlose Wüsten- bzw. Steppenlandschaft, mit teilweise recht hohen Bergen und halb ausgetrockneten Stauseen.

2008-10-05   -   Ueber Frankreich

Abschliessend zu Frankreich gibt es jetzt hier zusammengefasst den Eintrag aus meinem Tagebuch: "Um noch ein paar Vorurteile zu staerken: Die meisten sprechen nur eine Sprache (Franzoesisch), die Autofahrer waren meist mit bepackten Fahrraedern voellig überfordert und haben sich erst nach ganz langem Verfolgen an uns vorbei getraut …, was allerdings super war, ist die Einstellung zum Wildzelten und zum Fahrradfahren! Wir wurden naemlich auch recht oft von Jugendlichen sehr begeistert gegrüsst. Ach ja, ein grosses Problem hatten wir noch, nein eigentlich sogar zwei: die Laeden waren aufgrund einer übertrieben langen Mittagspause immer genau dann geschlossen, wenn wir da ankamen und scheinbar gibt es in Frankreich kein einziges richtiges Outdoorgeschaeft! ... Oh, ich hab vergessen zu erwaehnen, dass in Frankreich (bis auf ganz wenige Ausnahmen) so ab allerspaetestens 21:00 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt werden. So faehrt man um 21:00 Uhr schonmal durch eine Stadt und fühlt sich wie 2:00 Uhr nachts."

2008-10-04   -   Pyrenaeen

Ab Pau konnte man die bevorstehende Bergetappe dann auch nicht mehr leugnen, und so machten wir uns nach einem ruhigen Tag auf zum Pyrenaeenpass auf zirka 1900 Meter. Leider war es um unser Wetterglück nicht so gut bestellt und so erreichten wir den Pass bei Regen und eiskaltem Wind. Auf der spanischen Seite goennten wir uns daher erstmal ein Hotel im Skigebiet. Nach ein bisschen Verhandeln mit dem Chef bekamen wir das Doppelzimmer dann sogar für 25 Euro pro Person.
Im Ubrigen war es auch das einzige Hotel weit und breit, dass ausserhalb der Saison offen hatte. Diese Hotelnacht war allerdings auch gleichzeitig die letzte vor einem 4-woechigen Abschied von Micha. Er blieb noch ein bisschen in den Bergen und verschaffte mir somit Zeit für ein Treffen mit Kathi in Valencia.

2008-10-02   -   Zelten in Süd-West-Frankreich

Unser naechstes Ziel bestand nun darin die spanische Grenze zu erreichen. Wir fuhren in Richtung Pau und damit durch riesige, duenn besiedelte Waldgebiete. Dummer weise brachte dies nicht nur eine erschreckend geringe Supermarktdichte mit sich, sondern auch sehr wenige schoene Zeltmoeglichkeiten. Somit stiessen wir bei unserer Schlafplatzsuche auf ein altes Bauernhaus, an dem uns eine alte Frau begrüsste. Trotz erheblicher Kommunikationsprobleme schien sie uns verstanden zu haben, zeigte uns erstmal saemtliche Familienmitglieder auf Fotos und gestattete uns dann natürlich auch auf ihrem Grundstück zu zelten. Ich glaube sie war schwer beeindruckt von unserer Radtour, aber wunderte sich warum wir uns überhaupt die Mühe gemacht haben, sie wegen einer Zeltstelle zu fragen. Scheinbar zeltet man normaler weise ohne zu fragen. ;)

2008-09-30   -   Bordeaux

In den naechsten Tagen ging es dann immer weiter, entlang der Atlantikkueste, in Richtung Sueden. Teilweise haetten wir schwoeren koennen, dass wir wieder in Holland sind, und an manch anderen Tagen fuehlte ich mich ausserordentlich an die Suempfe von Mordor (Herr der Ringe) erinnert. Nagut, zwischendurch gab es dann auch schon mal ein paar richtig schoene Badestraende. ;) Fuer die Sehenswuerdigkeiten der auf dem Weg liegenden und wirklich schoenen Stadt Bordeaux hatten wir zugegebener Massen zu dieser Zeit nur ein recht geringes Interesse und goennten uns statt dessen mal wieder ein desinfizierendes Chlorbad in der staedtischen Schwimmhalle. War das herrlich!! :)

2008-09-26   -   nochmal St. Nazaire

In St. Nazaire ergaben sich allerdings noch ein paar mehr Bekanntschaften. Eine besonders nette, war die mit Sabrina. Ich kam mit ihr an der Supermarktkasse ins Gespraech und ehe ich mich versah, hatte ich auch schon ihren Mann (Mich) und ihre zwei Kinder (Arthur und Theo) kennen gelernt. Wir verbrachten dann noch den ganzen Abend (bis ca. 23 Uhr) bei ihnen zu Hause und wie man es sich ja schon fast denken konnte, kreisten die Gespraeche hauptsaechlich ums Reisen. :)

2008-09-25   -   St. Nazaire

Weiter ging es dann fuer uns erstmal in Richtung Suedwesten bis St. Nazaire. Bei erreichen dieser bedeutenden Hafenstadt, heute Standort riesiger Schiffswerften und uebersaeht mit U-Boot-Bunkern aus dem 2. Weltkrieg, haben wir uns gleich mal entschlossen 2 Naechte dort zu bleiben und quartierten uns in der nahe gelegenen Jugendherberge (andere Flussseite) ein. Der Jugendherbergsleiter, ein vielleicht Mitte 20 bis 30 jaehriger, blonder Rasterfari und Oberkiffer begruesste uns erstmal mit der Frage, ob wir nicht in einer Stunde wiederkommen koennten, weil er ja schliesslich auch mal seine Ruhe und Freizeit brauche ... Abgesehen von einer etwas aelteren Frau waren wir allerdings die einzigen Besucher dort ... Naja, was soll man dazu sagen? :)

2008-09-21   -   Mont St. Michel

In den vergangenen Wochen ist mal wieder eine ganze Menge passiert. Nachdem wir die beeindruckende Klosterfeste Mont St. Michel, mitten im franzoesischen Watt ausgiebig erkundet hatten, suchten wir uns auch gleich in der Naehe einen netten Platz fuer unsere Zelte. Der morgentliche Ausblick war natuerlich unvergleichlich.

2008-09-20   -   Kanalkueste

Ab kurz hinter Bruessel folgten wir der Kanalkueste, die mittlerweile in die Atlantikkueste uebergegangen ist, und suchten uns hier und da auch schon mal einen schoenen Bunker fuer die Nacht. ;) Kurz hinter Calais fing dann auch schon die imposante Steilkueste an, die wir in den naechsten Wochen noch oefter sahen. Um so mehr wir uns dann Mont St. Michel naehertern, um so flacher wurde die Kueste auch wieder. Zur Klosterfeste Mont St. Michel muss ich vermutlich nicht viel schreiben. Es ist halt sehr beeindruckend, von unzaehligen Touristen und Pilgern bevoelkert, erinnert sie irgendwie an eine Phantasiewelt und man kann in der Naehe sogar recht gut wild Campen. ;)
Von nun an geht es erstmal nurnoch in Richtung sueden bis wir die Pyrenäen erreichen. :)

2008-09-09   -   Marco

Kurz nach unserem Besuch in Hoorn haben wir, nach einer ziemlich stuermischen und regnerischen Nacht, die wir gluecklicherweise in einem Vogelbeobachtungshaeuschen verbracht haben, Marco am Supermarkt getroffen. Der war voellig fertig und durchgefrohren, weil er die ganze Nacht am Strand mit seinem Zelt gekaempft hatte. Er war schon etwas ueber eine Woche unterwegs, kam aus Sueddeutschland und wollte eine Runde durch Holland und Belgien drehen um mal abzuschalten. Wir hatten uns dann fuer drei recht spassige Tage zusammengeschlossen. ;)

2008-08-28   -   Start in Neuenkirchen und ab zu Sanne

So, wir sind nun endlich am 28.08.2008 in Neuenkirchen gestartet und puenktlich zur Abfahrt kam auch die Sonne wieder raus. Ich habe jetzt quasi meine, mir gut bekannte Lieblingsnachbarin gegen Micha eingetauscht. Und so wie es aussieht, vertragen wir uns sogar ziemlich gut! :)
Erstmal ging es nach nordwesten, um in der Naehe von Hoorn eine Freundin (Sanne) zu besuchen. Wir haben natuerlich die direkte Route uebers Ijsselmeer gewaehlt, also ueber einen 30km langen Damm. Bei Sanne angekommen belohnten wir uns erstmal mit einem "Mc Donalds"-Besuch und schlugen dann unsere Zelte im Garten ihrer Eltern auf. :)

2008-08-27   -   Rückblick auf die ersten 6 Tage

Der erste Reisetag fing schon um 6 Uhr mit dem Zusammensuchen der letzten erforderlichen Gegenstände an. Der Start war eigentlich auf 7 oder 8 Uhr festgesetzt, aber wie sich im Laufe der folgenden 6 Tage gezeigt hat, war an ein Loskommen vor 10:30 nicht zu denken. Es war schlichtweg unrealistisch ;) Somit sind wir also um kurz vor 11 Uhr in Berlin losgeradelt, haben noch ein paar Fotos in Berlin geschossen und sind dann über Potsdam, Werder, Stadt Brandenburg bis kurz vor Genthin geradelt.
Am zweiten Tag ging es dann nach einem Früchstück auf dem Genthiner Wochenmarkt weiter in Richtung Tangerhütte und, bedingt durch ein mir vorher unbekanntes Bundeswehr-Übungsgelände, weiter nach Haldesleben. Da wir dort nach geschätzten 5 Stunden Fahrt im Regen, völlig durchnässt ankamen, haben wir uns spontan für eine Pension entschieden. ;)
Weiter ging es dann am nächsten Tag (Tag 3) über Süplingen und Werferlingen bis nach Meine. Dort haben wir kurz hinter dem Ort einfach auf einem ungenutzten Acker gezeltet.
Von dort aus ging es dann am vierten Tag in Richtung Mittellandkanal. Auch wenn das erste Stück am Kanal nicht so gut ausgebaut war, weswegen wir ihn dann auch wieder verlassen haben, sind wir doch immer in seiner Nähe geblieben und haben es so bis nach Hannover geschafft, wo wir bei Freunden übernachtet haben.
Am fünften und sechsten Tag sind wir nur noch am Mittellandkanal gefahren. Das gelegentliche Verfahren war somit auch ausgeschlossen und eine schöne Stelle zum Zelten gab es dort auch alle paar Kilometer.
Ansich ist in den ersten 6 Tagen nichts spektakuläres passiert, nur das Wetter war streckenweise sehr gemein zu uns. Nach einem sonnenverwöhnten ersten Tag folgten fast nur noch Regen und Wind... Aber auch das war nicht so schlimm. Wir sind jedenfalls gut und glücklich angekommen, Kordula ist am Ankunftsabend gleich noch weiter zu ihren Eltern gefahren und nach einem Tag Pause geht es morgen (28.08.08) für Michael und mich in Richtung Holland weiter.

2008-08-21   -   Das Abenteuer beginnt!

Die erste Etappe führte mich und meine Lieblingsnachbarin (Kordula) einmal quer durch Deutschland. Ziel war das nette kleine Örtchen Neuenkirchen (bei Rheine). Nach einigen Startschwierigkeiten ging es dann am 21.08.08, einem Donnerstag, in Berlin los. Ursprünglich war der 15.08. als Starttermin angesetzt, doch da ich ja noch eine kleine Abschiedsparty geben wollte und meine Wohnung komplett aufgelöst hatte, kamen doch noch viel mehr Dinge auf mich zu, die erledigt werden wollten. Davon mal abgesehen habe ich nun auch fast keine Schränke oder andere Einrichtungsgegenstände mehr ;) ... naja, man muss halt Kompromisse schließen ;) ... Aber ich weiss jetzt schon, dass ich Berlin vermissen werde.